©Michael-Hamann /NABU

 

„Wo die Wölfe wieder heulen“  

Schnee und Wolfsgeheul – dies beschreibt zurzeit den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Nach dem so genannten „Wolfsmonat“ (Januar) beginnt nun die Ranzzeit. Das betrifft auch die Grauwölfe im Baden-Württembergischem Tierschutzprojekt der STIFTUNG für BÄREN. Mehrfach täglich sind ihre markanten Stimmen zu hören. Die 7-jährigen Geschwister wurden im Wild- und Freizeitpark Klotten geboren, kamen aufgrund suboptimaler Unterbringung und den dadurch ständig einhergehenden Verletzungen zu den Experten in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. 

Im Schwarzwald lernten sie erst im Erwachsenenalter was es bedeutet, Wolf zu sein. Zum Beispiel als Team zu agieren, um ihr Futter gegenüber den Bären zu behaupten. Die „alte Dame“ CORA lebt getrennt von den Geschwistern in der Seniorenresidenz. Sie stammte aus einem Tierpark auf Rügen. Eine Vergesellschaftung mit dem Rudel ist nicht möglich.

Die besondere Zeit der Wölfe dauert noch ein paar Wochen an. Bei der aktuellen Wetterlage bietet sich die beste Gelegenheit, die Wölfe zu erleben. Anhand der Spuren im Schnee lassen sich beispielsweise hervorragend die Laufwege der Tiere nachvollziehen. 

Keinen Nachwuchs!

Wildtiere in Gefangenschaft werden nie artgerecht leben können. Daher vermeidet die STIFTUNG in ihren Projekten die Produktion von Nachwuchs. Circa 500 Wölfe, 600 Luchse und 350 Bären leben zurzeit in deutschen Einrichtungen. Diese Zahlen zwanghaft zu erhalten oder gar zu erhöhen, liegt weder im Interesse der STIFTUNG noch dient es dem Artenschutz. Eher muss es darum gehen, den Besuchern zu zeigen, welche Bereicherung die Beutegreifer für die Natur darstellen und einen objektiven Umgang mit den heimischen Prädatoren zu vermitteln.

Bernd Nonnenmacher, Parkleiter Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald:

„Mit der verhaltensgerechten Unterbringung in unseren großen Freianlagen können wir den Tieren ein großes Stück Natürlichkeit zurückgeben. Aber wir möchten auch ganz klar vermitteln, dass Wildtiere wie Wolf, Luchs und Bär nur in freier Wildbahn artgerecht leben können.“

Öffnungszeiten: Bis Ende Februar täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, ab März täglich 10:00 bis 18:00 Uhr. 

Events und Termine: siehe www.baer.de

Facebook: https://www.facebook.com/WOLF.und.BAERENPARK.SCHWARZWALD/

Instagram: https://www.instagram.com/baerenpark_schwarzwald/

Twitter: https://twitter.com/STIFTUNG_BAEREN

Adresse: Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald,Rippoldsauerstr. 36/1 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach Tel:07839 910380

(red)