Andreas Lau- faces (monkey) Eitempera auf Nessel

06. Februar – 24. März

 

Die GALERIE SUPPER freut sich sehr, mit S CH ICHT einen umfassenden Einblick in die künstlerische Entwicklung von Andreas Lau (*1964, Karlsruhe) zu geben. Die Einzelausstellung zeigt laut Pressemitteilung ausgewählte Arbeiten aus den unterschiedlichen Stationen seines bisherigen Schaffens.

Andreas Lau – N.N.
Eitempera auf Nessel

Das Thema der „Vielschichtigkeit“ prägt Laus malerisches Werk seit nunmehr über 25 Jahren. Seine Bilder ähnelten anfangs Ausgrabungen mit Fundstücken und Einschlüssen. Aus diesem stark archäologisch geprägten Interesse entwickelte sich bald ein freier malerischer Umgang. Die Zeichen verwehrten sich jeder Zuordnung, wurden „unleserlich“. Rhythmen und Strukturen ergaben sich nun aus Wiederholungen und Schichtungen. Das Bild befreite sich dabei von jeder Art der Komposition, es suggerierte, ähnlich einem „Allover“, eine grenzenlose Gleichförmigkeit. Es entstanden rhythmische „Landschafts – und Wasserbilder“ bis hin zu den ersten Portraits der „Anonym“-Serien aus den 90er Jahren, oder den „Bildstörungen“. Hier nutzte Lau die Bildmittel der Zeichen und Linien, Punkte und Strukturen zum ersten Mal selbst als auflösendes Bildmittel. Viel-schicht-igkeit und Viel-sicht-igkeit prägten den künstlerischen Prozess zunehmend und wurden schließlich auch thematisch wichtig. Tausendjährige Menschheitsgeschichte ließ sich nun malerisch durchflechten.

Die sowohl stilistisch als auch inhaltlich relevante Frage danach, wie Malerei heute noch aussehen kann, schwingt in den Arbeiten Andreas Laus immer mit. In neueren Serien wie „Stills“ oder „Situationen“ wird die Hinterfragung des Bildinhalts durch dessen totale Auflösung in Raster und Gitter noch stärker in den Vordergrund gedrängt. Was sehe ich wirklich? Was verbirgt sich hinter dem, was ich zu sehen meine?  Der Titel der Ausstellung birgt dabei weniger eine eindeutige Antwort als vielmehr einen leisen Hinweis: „S ch icht“!

Zur diesjährigen „art Karlsruhe“ (21. Februar – 24. Februar) erscheint im Freiburger modo-Verlag ein Kunstbuch mit dem Titel Andreas Lau „S CH ICHT“. Es visualisiert die oben beschriebene Entwicklung des Künstlers als fortlaufenden, sich stetig entwickelnden Prozess. Im Rahmen der Ausstellung kann die Publikation in der GALERIE SUPPER erstmals eingesehen werden.

Andreas Lau (*1964, Karlsruhe) studierte Malerei an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe bei Gerd van Dülmen, bei dem er auch  Meisterschüler war. Lau hatte bereits international Einzel- und Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Karlsruhe, der Kunsthalle Würth Schwäbisch Hall, im Museum Haus Ludwig Saarlouis sowie in verschiedenen Kunstvereinen und Galerien. Seine Arbeiten sind in den Sammlungen der Kunsthalle und der Städtischen Galerie Karlsruhe, sowie in der Sammlung Deutsche Bank und Würth vertreten.

Ausstellungsdauer:  6. Februar – 24. März 2019

Öffnungszeiten: Mittwoch – Freitag  12.00 Uhr – 18.00 Uhr

Samstag – Sonntag 12.00 Uhr – 16.00 Uhr

GALERIE Supper Kreuzstraße 3, Baden-Baden 76530 Telefon : 072 21 – 37 30 450

(red)