Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. In der ganzen Republik sind Naturschutzgruppen Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt. 

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badisches.de hat vor einiger Zeit mit dem Biologen des Fachbereich Forst Baden-Baden Johannes Ebert gesprochen.  Ausführliche Informationen zur Amphibienwanderung unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/

 

 

Die Stadt Baden-Baden hat eine verlängerte Sperrzeit in der Solmsstrasse wegen der Amphibienwanderung eingerichtet. Die Teiche in der Parkanlage an der Solmsstraße zwischen der Klinik Dr. Dengler und dem Schloss Solms sind sehr bedeutende Amphibienlaichgewässer. Zum Schutz der Tiere wird die Solmsstraße während der Wanderzeit von Freitag, 15. Februar bis Montag, 15. April, schon ab 19.00 Uhr gesperrt. Die Schranke vor der Klinik Dr. Dengler ist somit zwischen 19.00 und 09.00 Uhr geschlossen. Eine Umleitung besteht über die Kaiserallee.

Unzählige Amphibien kamen jedes Jahr im Bereich der Solmsstraße zwischen dem Schloss Solms und der Klinik Dr. Dengler zu Tode, berichtet das städtische Fachgebiet Forst und Natur. Grasfrösche, Erdkröten, Molche und Feuersalamander müssen dort die Straße überqueren, um zu ihren Laichgewässern, den beiden Teichen und den Kaskaden, zu gelangen. Die Tiere machen sich bereits in der Dämmerung auf den Weg und fielen dem Verkehr zum Opfer. Der Forst hat daraufhin die Strecke in den letzten Jahren während der Amphibienwanderung von 19.00 bis 21.00 Uhr kontrolliert.

Unterstützt von freiwilligen Helfern des BUND, konnten viele Amphibien von der Straße gesammelt und sicher ins Laichgewässer gebracht werden. Anhand von Zählbogen wurde auch festgestellt, dass dieser Bereich einer der am meisten frequentierten Amphibien-Wanderstrecken in Baden-Baden ist. Gleichzeitig ist die Bedeutung für den öffentlichen Verkehr jedoch eher gering, denn zwischen 19.00 und 21.00 Uhr wurden nur wenige Fahrzeuge gezählt. Deshalb wird dieser Straßenabschnitt während der Wanderzeit nun schon ab 19 Uhr gesperrt.

(red)