„Eine Kriminalgeschichte aus Baden-Baden“

Sonntag 10. November um 15.00 Uhr

Korsika, Mai 1901. Ein eleganter junger Mann mit den besten Manieren zieht die Blicke gleich dreier Frauen auf sich: es sind die Schwestern Lina und Olga und ihre Mutter Josefine Molitor aus Baden-Baden. Während die Mutter ihn für ihre Jüngste Olga vorsieht, flieht er mit der Älteren, Lina, in ein ungleiches Liebesabenteuer. Sie heiratet ihn, geht mit ihm nach Amerika. Karlsruhe, sechs Jahre später: Der junge Mann, Karl Hau, ist angeklagt, seine Schwiegermutter ermordet zu haben. Lina begeht Selbstmord. Eine zwielichtige Rolle spielt Olga. Die erdrückende Last der Indizien spricht jedoch gegen Hau. Wer ist dieser Mann, der zwischen gewinnender Intelligenz, angemaßter Grandezza und Hochstapelei schillert? Obwohl er die Tat immer bestreitet, wird er zum Tode verurteilt, dann zu lebenslanger Haft begnadigt. Als er 1924 freikommt, betritt er ein verändertes Land: das Deutschland der Weimarer Republik, in dem der Nationalsozialismus sich ankündigt.

Auf den Spuren von Bernd Schroeders mitreißender Rekonstruktion, die zugleich das Psychogramm einer Epoche skizziert, untersucht der Theater- und Filmregisseur Rudi Gaul einen der rätselhaftesten Kriminalfälle des Kaiserreichs lautet es in der Ankündigung.

Die Schauplätze dieses berühmten Baden-Badener Mordes haben das Jahrhundert überdauert: die Lindenstaffeln, die Kaiserin Augusta in der Lichtentaler Allee, die Kaiser-Wilhelm-Straße direkt überm Theater. Ist Hau Unrecht geschehen, wie nicht nur sein Enkel immer noch behauptet? Kann menschliche Justiz überhaupt wirkliche Gerechtigkeit herstellen?

Besetzung: Der Mann: Mattes Herre, Die Mittlere: Nadine Kettler, Die Alte: Rosalinde Renn, Die Junge Maria Thomas.
Inszenierung: Rudi Gaul, Bühne und Kostüme: Olga Motta, Dramaturgie: Kekke Schmidt
Der Videoclip zeigt Recherchen des Ensembles für DER FALL HAU. EINE KRIMINALGESCHICHTE AUS BADEN-BADEN nach dem Roman von Bernd Schroeder, Textfassung von Rudi Gaul 
Weiterer Termin im November:  Samstag 23.11. um 20.00 Uhr

 

Ausführliche Informationen und Eintrittskarten gibt es online unter https://theater.baden-baden.de oder beim Ticketservice Baden-Baden GmbH  Bäderstraße 2 im als „Dostojewski-Haus“ bekannten Gebäude erhältlich.

Theater Baden-Baden Goetheplatz 76530 Baden Baden Tel.: 07221 / 932700

(red)