Zwetschgen sind seit Jahrhunderten in ganz Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika heimisch. Die meisten Zwetschgen kommen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. Besonders berühmt sind die Zwetschgen aus dem badischen Bühl, die man oft als „Blaue Königin“ bezeichnet.

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Kappelwindeck bei Bühl, mit seinem Ortsteil Riegel ist die Heimat der echten Bühler Frühzwetschge. 1840 wurde hier die berühmte Frucht durch Zufall entdeckt.

Zwetschgen überzeugen mit einem hohen Gehalt an diversen B-Vitaminen, die auf Stoffwechsel und Nervensystem günstig wirken. Hinzu kommen reichlich Provitamin A (wichtig für Sehkraft und gesunde Haut) plus nennenswerte Mengen an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Zink, Kupfer, Kalzium und Bor. Obwohl reife Zwetschgen süß schmecken, können auch Figurbewusste sie guten Gewissens naschen, denn der Fettgehalt liegt beinahe bei null.

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Reife Zwetschgen schmecken angenehm süß und aromatisch, mit ganz leicht säuerlicher Note. Gerne werden sie als Kompott, Kuchenbelag, Marmelade, Mus sowie in Obstsalat oder auch als Füllung für Mehlspeisen wie Quark- oder Kartoffelknödel verwendet.

Die Regisseurin Emanuela Casentini widmete der Blauen Königin aus Baden eine Sendung in der Reihe „Garten Eden“ die bereits im letzten Jahr auf Arte ausgestrahlt wurde. Die Reihe erzählt Geschichten von alten Traditionen und neuen Herausforderungen und porträtiert nicht zuletzt Menschen, die sich mit Leidenschaft für den Erhalt alter Obst- und Gemüsesorten einsetzen. Emanuela Casentini und ihr Team haben die Menschen besucht, denen die Bühler Zwetschge viel bedeutet.

Die Sendung ist unter https://www.arte.tv/de/videos/067064-002-A/garten-eden/ in der Arte-Mediathek zu sehen.

(red)