Rot-weißes-Absperrband soll die Sperrung noch deutlicher machen – ein Betreten der Wege kann im Moment sehr gefährlich sein. © Madeleine Ehinger (Nationalpark Schwarzwald)

Schneebruch und Eisglätte:

Auch eine Räumung der Wege ist im Moment zu gefährlich / Verkehrssicherung erst nach Tauwetter wieder möglich

 

Die Erlebnispfade im Nationalpark sind seit Wintereinbruch gesperrt – wie jedes Jahr. „Da sich die Gefahrenlage durch die große Schneemenge und Eisglätte nun aber verschärft hat, möchten wir nochmal eindringlich davor warnen, die Wege zu betreten“, erläutert Gebietsleiter Bernd Schindler in einer Pressemitteilung. Vor den Eingängen zum Luchs- und Wildnispfad flattern nun auch noch rot-weiße Absperrbänder, in der Hoffnung dass sie Unvorsichtige abhalten. „Auf den Wegen sind Äste, zum Teil auch ganze Kronenteile abgebrochen oder drohen jederzeit herabzufallen“, berichtet Madeleine Ehinger, Trainee im Fachbereich Wald- und Naturschutz.

Die Bäume an den Erlebnispfaden tragen schwere Last – jeden Moment drohen neue Äste herabzubrechen. © Madeleine Ehinger (Nationalpark Schwarzwald)

An einigen Stellen sei der Weg so durch querliegende Bäume versperrt, dass die eigentliche Wegführung nicht mehr erkennbar sei, ergänzt Madeleine Ehinger. „Wer das Verbot ignoriert, könnte hier auch noch vom Weg abkommen und die Orientierung verlieren“, warnt sie. Ein Räumen der Erlebnispfade sei erst möglich, wenn der Schnee geschmolzen ist – „im Moment ist es auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zu gefährlich“, sagt Bernd Schindler, der auch das Loipenteam im Schutzgebiet koordiniert. Die Nationalparkverwaltung bittet daher sehr darum, die Sperrungen zu beachten. „Selbstverständlich werden wir nach der Schneeschmelze rechtzeitig informieren, wenn die Erlebnispfade wieder geöffnet werden“, versichert  Nationalparkleiter Wolfgang Schlund in einer Mitteilung.

Hintergrund

Neben den Erlebnispfaden (Lothar-, Luchs- und Wildnispfad sowie der Allerheiligen-Rundweg) gibt es noch zusätzliche Ruhezonen für die Wildtiere. Diese Wege bleiben auch gesperrt, falls die Temperaturen während des Winters nochmal steigen sollten, da die Tiere auch bei Wetterschwankungen im Ruhemodus bleiben und jede Störung ihr Überleben gefährden kann. Grundsätzlich bittet das Nationalparkteam alle Wintergäste, sich möglichst ruhig zu verhalten und den Wald mit Einbruch der Dunkelheit zu verlassen.

Informationen zu Schneeschuhwegen und Loipen gibt es im Nationalparkzentrum am Ruhestein. Aktuelle Informationen zur Schneelage sind im Internet auf den Seiten der Nationalparkregion https://www.nationalparkregion-schwarzwald.de/Wintersportoder beim Loipenportal http://www.loipenportal.de/nordschwarzwaldabrufbar.

Weitere Informationen im Internet aufhttps://www.naturparkschwarzwald.de

(red)