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Schon vor rund 2.000 Jahren wuchsen Edelkastanien in Zentralasien und verbreiteten sich von dort im gesamten Mittelmeerraum aus. Heute gedeihen die zu den Buchengewächsen gehörenden Bäume überall dort, wo ein warmes mildes Klima herrscht.

Ähnlichkeiten zwischen Rosskastanien und Esskastanien sind zwar nicht zufällig, aber trotzdem gibt es zwischen den botanisch eng verwandten Nussfrüchten einen entscheidenden Unterschied: Nur Esskastanien sind auch genießbar. Die leicht giftige und weit verbreitete Rosskastanie darf nicht verzehrt werden. Der Unterschied ist, dass die grünen bis bräunlichen Kapseln der essbaren Früchte deutlich mehr sowie feinere Borsten haben. Sie wachsen überall dort, wo man auch Wein anbaut. 

Frische Esskastanien bekommt man von Oktober bis Dezember. Natürlich kann man die Kastanien auch selbst sammeln.

Essbare Kastanien unterteilt man in zwei Gruppen: Maronen gelten als die feinere Variante und sind an ihrer herzartigen Form mit dreieckiger Unterseite und an ihrer rotbraunen Schale mit dunklen Streifen zu erkennen. Esskastanien sind insgesamt größer und haben eine rundliche, einseitig abgeflachte Form.

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Rohe Esskastanien haben einen leicht nussigen, aber sehr dezenten Geschmack. Erst beim Rösten oder Kochen bildet sich aus der reichlich enthaltenen Stärke Zucker, der den Esskastanien ihr typisches, angenehm süßes Aroma gibt.

Esskastanien sind reich an komplexen Kohlenhydraten und machen uns nicht nur satt, sondern sorgen auch dafür, dass der Blutzucker nur langsam ansteigt. Es stimmt zwar, dass Esskastanien über 40 Prozent Kohlenhydrate und knapp 200 Kalorien pro 100 g enthalten. Aber dafür haben sie nur knapp 2 Prozent Fett und fast ein Drittel des täglichen Solls an gesunden Ballaststoffen. Die Nußfrüchte weisen beachtliche Mengen an wichtigen Nährstoffen auf, wie z.B. Kalium, Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, C, E und Folsäure.

(red)