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Seit kurzem weist ein Schild auf den tierischen Untermieter in der Wasserkraftanlage in Hörden hin. Einer Pressemeldung zufolge, haben wiederholt aufmerksame Passanten bei den Stadtwerken angerufen, mit der Bitte das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien.

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Scheinbar hilflos sitzt das Tier in der Tiefe und kann sich mit eigenen Kräften nicht befreien. Selbst Polizei und Feuerwehr wurden schon zur Rettung angefragt. Das Nutria selbst bleibt von solchen Rettungsaktionen völlig unbeeindruckt, denn es kann ohne viel Mühe über den Ablauf des Überlaufkanals herein und heraus, wie es ihm beliebt.

Da die Anwesenheit des Nutrias keinen Einfluss auf die nachhaltige Energieproduktion hat, tolerieren die Stadtwerke den tierischen Untermieter. „Wir freuen uns über jeden, der an unserer regenerativen Stromerzeugung interessiert ist“ sagt Paul Schreiner, Werkleiter der Stadtwerke mit einem Augenzwinkern.

Um dem Nager den Aufenthalt jedoch nicht noch zu versüßen, bitten die Stadtwerke jetzt auch auf einem Hinweisschild vor Ort darum, das Nutria auf keinen Fall zu füttern.

Das Nutria oder die Biberratte

Die häufig verbreiteten Biberratten gelten als Neozoen, also neu eingebürgerte, fremdländische Tierarten, und bevölkern mittlerweile viele Gräben und Gewässer in der Region. Ursprünglich stammen die 60 bis 70 Zentimeter großen Tiere aus Südamerika und wurden als gängige Einnahmequelle für Pelz und Nahrung ab dem 17. Jahrhundert auch in Europa eingeführt.

(red)