©pixabay

 

©pixabay

Kohl ist ein Allrounder mit viel Potenzial für eine leichte und gesunde Küche vermeldet die Initiative Deutsches Obst und Gemüse.de. Die Erfolgsgeschichte des Kohls ist aber beinahe ebenso lang wie die Liste der Kohlsorten. Denn bereits die alten Griechen setzten auf die Heilkraft des Kohls. Für Pythagoras zum Beispiel war die Kohlpflanze ein Allheilmittel, Aristoteles aß Kohl, wenn er zu viel getrunken hatte und noch bis ins 19. Jahrhundert legten Heilkundige Kohlblätter auf Wunden und kurierten Magen- und Darmerkrankungen mit Kohlsaft.

Vom schlichten Wintergemüse zum hippen Superfood: Lange Zeit schlummerte Kohl – stigmatisiert als „Arme-Leute-Essen“ – tief verborgen in den Köpfen der Kulinariker. Jetzt ist er wieder da – und das gleich als Superfood. Denn neben dem Geschmack sind es vor allem die Nährstoffe, die dem knackfrischen Gemüse zur neuen Popularität verhelfen. Rosenkohl, Grünkohl, Weißkohl, Chinakohl, Spitzkohl & Co. – sie alle punkten mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen wie Kalzium oder Kalium, Spurenelementen wie Eisen und reichlich Ballaststoffen. Während Vitamine und Kalzium Immunsystem und Knochen stärken und Kalium für den Kommunikationsfluss zwischen den Nervenzellen wichtig ist, wird Eisen für die Bildung der roten Blutkörperchen benötigt. Die heimischen Gaumenschmeichler helfen uns also fit und vital durch den Herbst und Winter zu kommen. Im Vergleich zu manch exotischem Superfood sind sie zudem eine klimafreundliche Alternative und richtig günstig…!

©pixabay

Schon länger erlebt Grünkohl (viel Kalzium, Eisen, Vitamin C, Ballaststoffe) eine regelrechte Renaissance. Und auch Rosenkohl, Rotkohl und Wirsing haben nicht zuletzt dank ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes neue Fans gewonnen. Doch auch Spitzkohl, Chinakohl und etliche andere Sorten ziehen jetzt nach und verlieren mehr und mehr von ihrem angestaubten Image. Denn wer glaubt, dass Kohl langweilig ist, hat noch keinen Spitzkohl-Kerbelwurzel-Eintopf gegessen, gerösteten Rosenkohl mit Granatapfel und Pekannüssen genossen oder noch nie Chinakohl-Rösti mit Roter Bete probiert. Auch die asiatische Küche liebt Kohlgemüse. So ist zum Beispiel der ursprünglich aus China stammende Pak Choi hierzulande längst mehr als ein Geheimtipp. Und als echtes kulinarisches Highlight gilt das koreanische Kimchi aus fermentiertem Chinakohl – gewissermaßen das exotische Pendant zu Sauerkraut.

Weitere Informationen und Rezepte zu diversen Kohl-Gerichten unter https://deutsches-obst-und-gemuese.de

(red)