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Die wohltuende Wirkung des Waldes im Hochschwarzwald spüren

 

Wie ist der Begriff „Waldbaden“ entstanden und was verstehen Wissenschaftler darunter?

1982 regte die staatliche japanische Forstbehörde an, Ausflüge in den Wald als Bestandteil eines guten Lebensstils zu integrieren. Japanische Wissenschaftler haben mittlerweile anhand verschiedener Studien entdeckt, dass der Aufenthalt im Wald wie eine Art Aromatherapie wirkt, die für die Gesundheit förderlich ist. Längst ist „Shinrinyoku“, zu Deutsch „Waldbaden“, in Japan auch zu einer anerkannten Stress-Management-Methode avanciert und wird vom japanischen Gesundheitswesen gefördert.

Durch das Einatmen der ätherischen Öle, die die Bäume in die Luft abgeben, wird unser Immunsystem gestärkt. Unser Körper produziert aufgrund der in der Waldluft enthaltenen Terpene verstärkt so genannte Killerzellen, die gegen Krebs wirken. Studien haben ferner ergeben, dass sich durch den Aufenthalt im Wald Angstzustände, Depressionen und Wut verringern, Stresshormone abgebaut werden und die Vitalität steigt.

(Quelle: „Effect of forest environment on human immune function“ (Qing Li) )

Den Wald bewusst mit allen Sinnen erleben – das ermöglicht der neue Rundwanderweg „Wäldersinn“ in Grafenhausen-Rothaus. Als besondere Attraktion laden am Wegesrand speziell gefertigte Holzliegen zum Waldbaden ein. Die ungewohnte Perspektive ermöglicht eine völlig neue Wahrnehmung und macht den positiven Effekt auf das Wohlbefinden spürbar, der von den Wäldern des Hochschwarzwaldes ausgeht. Die Wälder des Hochschwarzwaldes, auf Höhen von 800 bis 1.500 Meter gelegen, dürfen daher als ganz natürliche Wellness- und Gesundheitsoasen bezeichnet werden.

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Einen einfachen Zugang zu einer dieser Oasen gewährt der neue Rundwanderweg „Wäldersinn“ in Grafenhausen-Rothaus, ganz in der Nähe des Schluchsees. An mehreren Erlebnisstationen an der rund 7 km langen Strecke können Wanderer ihre Sinne testen und dabei den Wald bewusst hören, riechen, sehen und spüren. Eine neuartige Attraktion wurde nahe der Danieltanne, der dicksten Tanne im Schwarzwald, geschaffen: Auf fünf Liegeplätzen besteht ab sofort für Einzelne, Paare oder für die ganze Familie die Möglichkeit zum Waldbaden.

Die Holzliegen wurden vom Bauhof der Gemeinde konstruiert und im Rahmen eines Freiwilligenprojekts mit Jugendlichen aus vielen verschiedenen Ländern im Wald aufgestellt. Gästen und Einheimischen ermöglichen sie nun eine völlig andere Wahrnehmung und ein neues Waldgefühl aus der Horizontalen, mit Blick auf die krönenden Baumwipfel – erholsam und wohltuend zugleich.

Weitere Informationen unter http://www.hochschwarzwald.de/waldbaden

(red)