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Die Geschichte der Kaffeebohnen beginnt angeblich im 9. Jahrhundert in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens. Der Legende zufolge soll einst Hirten aufgefallen sein, dass ein Teil der Ziegenherde, der von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatte, bis in die Nacht hinein munter umhersprang, während die anderen Tiere müde waren. Die Hirten beklagten sich darüber bei Mönchen des nahe gelegenen Klosters.  Bei Nachforschungen an der Grasungsstelle entdeckten die Mönche einige dunkelgrüne Pflanzen mit kirschenartigen Früchten. Sie bereiteten daraus einen Aufguss und konnten fortan bis tief in die Nacht hinein wach bleiben, beten und miteinander reden. Andere Quellen besagen, ein Hirte habe die im rohen Zustand ungenießbaren Früchte angewidert ins Feuer gespuckt, woraufhin Düfte freigesetzt wurden; so entstand die Idee des Röstens.

Schon bald nach seiner Einführung im 17. Jahrundert galt Kaffee als Mittel zur „beförderung der dichterkraft“. In der Minna von Barnhelm sprach ihn Lessing als „den lieben melancholischen Kaffee!“ an. Goethe sinnierte im achten Buch von Dichtung und Wahrheit über die „ganz eigne triste Stimmung“, in die ihn der Kaffee, „besonders mit Milch nach Tisch genossen“ versetzt.  Honoré de Balzac trank stets sehr viel starken Kaffee, um wach zu bleiben, da er meist zwölf Stunden am Tag arbeitete. Ludwig van Beethoven hatte die Angewohnheit, genau 60 Kaffeebohnen abzuzählen, um daraus eine Tasse Mokka zu brauen.

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Kaffee-Sträucher (oder -Bäume) benötigen ein ausgeglichenes Klima ohne Temperaturextreme. Die Pflanzen vertragen keine Temperatur unter 0 °C. Deshalb kommt der Rohkaffe meist aus Anbaugebieten zwischen den Wendekreisen. Die Röstung der Bohne macht jedoch die Qualität des Kaffee. Die Optimierung von Aroma, Geschmack, Säure, Körper, Crema oder der Auswahl von Rohkaffeespezialitäten bestimmt die Güte. Kaffeeröster ist ein altes Handwerk und im Schwarzwald haben sich junge Barista angesiedelt. Hier wird richtig guter Kaffee geröstet.

Die Hochschwarzwälder Kaffeerösterei arbeitet nach dem traditionellen Trommelröstverfahren. Jeden Samstag von 11.00 – 16.00 Uhr ist die Kaffeerösterei für Besucher geöffnet. Hier kann der Interessierte zusehen wie Kaffee geröstet wird.

Hochschwarzwälder Kaffeerösterei Am Nussberg 10 79843 Löffingen Tel: 01738403367

Getreu dem Motto „Respect the Bean“ geht es bei „Kaffeesack“ in Baden-Baden um wahre Leidenschaft und Nähe zum Produkt Kaffee. Die „Kaffeesäcke“ ein Team von drei jungen und kreativen Barista wissen genau, wo die Bohnen her kommen und rösten ausgewählte Spezialitäten-Kaffees mit Liebe und im traditionellen Trommelröstverfahren. Hier kann Kaffee getrunken und gekauft werden. Auch online erhältlich unter https://www.kaffeesack.de

Kaffeesack. Die Brewbar Hirschstraße 6, 76530 Baden-Baden

Röstmeister Thorsten freut sich, ihn beim Rösten des Spezialitätenkaffees im traditionellen Trommelröstverfahren zu beobachten. Des Weiteren werden regelmäßig diverse Kaffee-Schulungen und Seminare angeboten. Samstags von 11:00 Uhr bis 15:30 Uhr.

Kaffeesack. Die Rösterei Villa Erlenbad Erlenbadstraße 73 77880 Sasbach

https://www.hotel-villa-erlenbad.de

(red)