Alle guten Dinge sind drei, deshalb widmen wir uns heute dem Springerle. Das leckere Anisgebäck gibt es schon sehr lange und hat einen religiösen Ursprung.

Springerle (in der Schweiz Anisbrötli oder Springerli – im fränkischen Eierzucker genannt) ist ein traditionelles Festtagsgebäck. Es wurde sowohl an kirchlichen Feiertagen (Ostern, Pfingsten und Weihnachten) als auch zu familiären Festen (Hochzeit, Taufe) mit jeweils passenden Motiven gebacken.  Springerle sind in Süddeutschland, Teilen von Österreich, der Schweiz, im Elsass und Ungarn bekannt. Der Name kommt entweder von einem beliebten Motiv, einem Reiter (Springer) oder, was sehr viel wahrscheinlicher ist, vom Aufspringen (Aufgehen) beim Backen.

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Wann genau die Springerle erfunden wurden, ist unbekannt. Mindestens seit dem Mittelalter gibt es Model aus Stein, Metall, Keramik oder Holz, um Gebäck mit Bildern zu versehen. Ihren Ausgangspunkt nahm die Entwicklung in der kirchlichen Hostienbäckerei. Die ersten Springerle-Motive waren kirchlichen Ursprungs. Es wurden biblische Geschichten oder christliche Symbole dargestellt. Weihnachtliche Motive waren sehr beliebt.

Seit ein paar Jahren findet zwischen November und dem neuen Jahr eine Ausstellung mit dem Thema Springerle im Museum im Schlössle in Freiberg am Neckar statt. Im unterelsässischen Ort La Petzte-Pierre ( Lützelstein) gibt es ein Springerle-Museum.

(red)