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Nach 1900 wurde von der Stadt Baden-Baden ein etwa eineinhalb Hektar großes Gelände am Hang des Annabergs zur Bebauung freigegeben. Vorgesehen war ein Villengebiet im Stile bestehender Gartenstädte wie Hellerau. Der Erste Weltkrieg ließ das Vorhaben jedoch vorerst ins Stocken geraten.

Ab 1921 übernahm Professor Max Laeuger die Planungen. Dabei nutzte der Architekt die Hanglage zur Errichtung einer Wasserkunstanlage. Weitläufige Treppenanlagen, Wandbrunnen, Bassins und Sitzbänke sollten den kleinen Park zieren. Im Jahre 1925 wurde die Park- und Wohnanlage, die sich am Vorbild italienischer Renaissancegärten orientierte, schließlich vollendet.

In den 1950er- und 1960er-Jahren verfiel das Paradies zunehmend, für kurze Zeit erwog die Stadt sogar den Abriss des Kleinods. Im Zuge der 1981 in Baden-Baden ausgerichteten Landesgartenschau erwachte die Wasserkunstanlage aus ihrem Dornröschenschlaf und wurde weitgehend wiederhergerichtet. Im Jahre 2008 wurde zudem die baufällige Grotte aufwendig saniert.

Das städtische Fachgebiet Park und Garten hat die Wasserspiele im Paradies am Annaberg für die Saison 2018 in Betrieb genommen. Damit lädt die Gartenanlage im Stil italienischer Gärten zwischen Bernhardstraße und Markgrafenstraße wieder zu einem Spaziergang entlang der zahlreichen Fontänen und Kaskaden ein.

(red)