Wölfe in Deutschland

NABU stellt die wichtigsten Fragen und gibt Antworten

 

Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschland. War der Nachweis des ersten Rudels in Sachsen noch eine Sensation, hat sich der Umgang mit dem neuen Nachbarn vielerorts normalisiert. Mittlerweile leben etwa 60 Rudel, 13 Paare und 3 residente Einzeltiere in Deutschlands freier Natur.

©Michael-Hamann /NABU

Die Frage, ob Wölfe in Deutschland dauerhaft überleben, ist keine Frage von Biologie und Ökologie. Es geht um Vorurteile, Sorgen und Ängste – um die sich NABU im Rahmen des Willkommen Wolf-Projektes seit dem Jahr 2005 kümmern. Diese Arbeit ist nur möglich, weil sich viele Menschen für den Wolf einsetzen: als einer von rund 300 ehrenamtlichen NABU-Wolfsbotschaftern vor Ort, als Spender oder durch eine regelmäßige Unterstützung als Wolfs-Pate!

Weitere Informationen unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/index.html

Im Alternativen Wolfs- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schappach leben zwei Wolfsrudel, die beobachtet werden können. Die Tiere leben in Freianlagen. Die Freianlagen sind großzügig bemessene, naturnahe Anlagen. Im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald bieteten sie neben den Wölfen auch acht Bären und zwei Luxen auf zehn Hektar ein Zuhause.

Zusätzlich sind die Mitarbeiter des Tierschutzprojekt auch als sogenannte „Rissgutachter“ ausgebildet.  Was sind die Aufgaben eines Rissgutachters? Wenn ein Nutztierhalter bei der zuständigen Behörde einen Riss meldet, ist der Rissgutachter der Erste, der dem Halter vor Ort zur Seite steht. Er verschafft sich einen Überblick über die Gesamtlage, begutachtet Kadaver und Herdenschutzmaßnahmen, fotografiert, sichert Spuren und entnimmt Genproben. Letztlich gilt es herauszufinden: War es wirklich ein Wolf oder Luchs?

Der Rissgutachter braucht nicht nur Fachwissen zur Begutachtung. Es ist auch viel Einfühlungsvermögen erforderlich. Denn ob es nun ein Wolf war oder nicht: Der plötzliche Anblick toter oder schwer verletzter Tiere seiner Herde ist für jeden Nutztierhalter erst einmal ein Schock. Deshalb gehören auch das Gespräch und die Beruhigung des Halters zu den Aufgaben eines Rissgutachters.

Über den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald

Der Park ist ein Tierschutzprojekt, getragen von der gemeinnützigen  STIFTUNG für BÄREN. Zur Zeit befinden  sich 8 Braunbären, 2 Luchse und 6 Grauwölfe in den 10 ha großen , naturbelassenen Freianlagen im Schwarzwald.  Alle Tiere wurden aus Tierschutzgründen in den Park aufgenommen. Der Park gewährt eine verhaltensgerechte Unterbringung für misshandelte Bären und  schafft durch Interaktionen zwischen Wolf und Bär eine tiergerechte Rehabilitierung.  Events sollen mit Freizeitspaß gleichzeitig Aufklärung und Bildung vermitteln.

Die STIFTUNG strebt ein Wildtierverbot für Zirkusse,  sowie ein Zuchtverbot für Wildtiere in Gefangenschaft an.

Alternativer Wolfs- und Bärenpark Rippoldsauer Strasse 36/1, 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach https://www.baer.de

(red)